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  • Kokosöl


    Alternative Bezeichnungen: Kokosnussöl,

    Wie bei allen pflanzlichen Ölen gibt es bei Kokosöl große Qualitätsunterschiede. Da hier im Internet viel Unwissenheit verbreitet wird, haben wir uns von KULAU zum Ziel gesetzt, verständlich und fair aufzuklären.

    Bio-Kokosöl: Qualität

    Kokosnussöl wird ganz anders als Olivenöl hergestellt und deswegen sind auch andere Kriterien ausschlaggebend für ein hochwertiges Produkt. Begriffe wie Extra oder Extra Virgin oder ANH (Absolutely no heat) sind weder geschützt noch wissenschaftlich tragbar. Entscheidend für die Qualität von Kokosnussöl sind vor allem drei Kriterien: 1) die Qualität der Kokosnüsse, 2) die Herstellungstechnik, und 3) die Feuchtigkeit, die im Kokosnussöl enthalten ist.

    1. Die Qualität der Kokosnüsse

    Natürlich ist die Qualität der Kokosnüsse Voraussetzung für ein hochwertiges Endprodukt. Wie bei allen Naturprodukten gibt es große Unterschiede, die unter anderem von der Lage, dem Klima und der Sorte abhängen. Die meisten Kokosnussplantagen sind auch ohne Biozertifizierung naturbelassen. Bio-Zertifikate stellen aber sicher, dass keine Pestizide oder künstliche Düngemittel verwendet werden. Dies schont nicht nur die Umwelt, sondern verhindert auch, dass die Plantagenarbeiter mit Giften kontaminiert werden. Die Kokosnüsse des KULAU Bio-Kokosöls werden innerhalb von drei Stunden nach der Ernte direkt weiterverarbeitet. Jede Kokosnuss wird genau inspiziert und nur dann verarbeitet, wenn sie die hohen Qualitätsanforderungen besteht ? 'any doubt is out'.

    2. Die Herstellungstechnik: Die Expeller Methode

    Nativ bedeutet nicht automatisch, dass das Kokosnussöl kalt gepresst ist. Grundsätzlich heißt nativ nur, dass das Kokosöl entweder durch Pressen ohne Wärmezufuhr oder aber durch andere schonende mechanische Verfahren gewonnen wird. Native Öle dürfen übrigens weder entsäuert noch gebleicht oder deodoriert sein. Für die Herstellung von hochwertigerem kaltgepresstem nativem Kokosnussöl (VCO) gibt es große Qualitätsunterschiede. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Trockenmethode (DRY method) und der Nassmethode (WET method).

    Bei der Trockenmethode werden die frischen Kokosnüsse getrocknet, so dass das Kokosnussöl mit mechanischen Hilfsmitteln aus dem Fleisch herausgepresst werden kann. Normalerweise werden die Kokosnüsse in der Sonne getrocknet, aber es gibt auch Kokosnussölhersteller, die Kokosnüsse mit Dampf in großen Industrieöfen trocknen. Häufig ist das native Kokosnussöl, das man im Handel kaufen kann, nach dieser Methode hergestellt und wird dann auch kaltgepresst genannt, da es tatsächlich kaltgepresst wurde, aber vorher unter großer Hitzeeinwirkung getrocknet wurde. Die Bezeichnung 'kaltgepresst' ist gesetzlich nicht geschützt und deswegen irreführend. Der Vorteil der Trockenmethode ist, dass das Kokosnussöl weniger Feuchtigkeit enthält und dadurch besser und sogar viele Jahre haltbar ist. Die Trockenmethode wird auch Expeller-Methode genannt. Unser Bio-Kokosöl wird mit dieser Methode hergestellt.

    3. Die Feuchtigkeit des Kokosöls

    Egal wie das Kokosnussöl hergestellt wird, die verbleibende Restfeuchtigkeit sollte möglichst niedrig (unter 0,2 %) sein, damit das Öl nicht ranzig werden kann und es möglichst lange haltbar ist. Die meisten nativen Kokosnussöle werden durch die Einwirkung von Hitze (heiße Luft) getrocknet oder aber durch Vakuum-Verdunstung. Bei dieser Variante wird die Temperatur niedriger gehalten, schon bei Raumtemperaturen kann das Wasser entfernt werden.

    Laurinsäure in Kokosöl

    Häufig ist die Rede von den gesunden Fetten, die in Kokosöl zu finden sind. Etwa 50 Prozent macht die mittelkettige Fettsäure Laurinsäure aus, die sich schnell in Energie umwandelt und die körperlichen Abwehrkräfte stärkt.

    Laurinsäure ist eine gesättigte Fettsäure, die zum Beispiel in Muttermilch oder Kuh- und Ziegenmilch enthalten ist. Wenige Nahrungsmittel weisen aber ein derart hohes Aufkommen der mittelkettigen Fettsäuren auf wie Kokosöl. Eine von KULAU in Auftrag gegebene Laboruntersuchung weist einen Anteil von 50,29 Prozent Laurinsäure in den Kokosöl-Proben nach.

    Wissenschaftlich erwiesen, die antimikrobielle Wirkung von Laurinsäure, die sich allerdings erst im menschlichen Körper entfaltet. Dort stärkt sie das Immunsystem und unterstützt den Körper darin, Viren, Bakterien und Pilze niederzuringen, wie eine US-amerikanische Studie bereits in den 70ern bestätigte. Daher ist Laurinsäure in der Muttermilch für Babys besonders wertvoll und der Effekt könnte noch gesteigert werden, wenn man in der Schwangerschaft regelmäßig Kokosöl zu sich nimmt. Erforscht ist auch die Eigenschaft, dass der Körper Laurinsäure schneller und effizienter in Energie umwandeln kann als andere Fettsäuren, wie eine weitere US-amerikanische Studie belegt.

    Haltbarkeit von Kokosöl

    Oft werden wir hier bei KULAU gefragt, wie lange kaltgepresstes Kokosöl eigentlich haltbar ist. Viele können es gar nicht glauben, dass es mehrere Jahre haltbar ist. Es variiert ein wenig von Herstellungsmethode zu Herstellungsmethode (siehe hier), aber Kokosöl hat mit 2 - 3 Jahren eine besonders lange Haltbarkeit. Ein kühler trockener Schrank ist völlig ausreichend.

    Bulletproof-Coffee: Kaffee mit Kokosöl

    Schwarz, heiß und ölig: auf diese Weise setzt sich ein immer weiter verbreiteter Kaffeetrend aus den USA zusammen. Neben einem Stück Butter ist in sogennantem Bulletproof-Kaffee auch noch etwas Kokosöl. Viele sind davon überzeugt, dass dieses Rezept die perfekte Grundlage ist, um energiegeladen in den Tag zu starten.

    Vertreter von Paleo-Diäten, also Nahrungsmitteln, die schon in der Steinzeit gängig waren, schwören auf öligen Butterkaffee. Die Fette, die in Butter und Kokosöl enthalten sind, werden vom Körper zügig und umfassend in Energie umgewandelt und geben langanhaltend Kraft.

    Das heißt, nicht nur das Koffein des Kaffees hält einen wach und fit, sondern die Energie der Fette kann zusätzlich für höheres und ausdauerndes Konzentrationsvermögen sorgen. Viele, die das Getränk ausgetestet haben, berichten nach einer Tasse Kaffee mit Öl und Butter derartig gesättigt zu sein, dass sie darüber hinaus überhaupt nichts frühstücken. Hier haben wir ein Rezept für euch: Kaffee mit Kokosöl für den perfekten Tagesstart.

    Studien, die belegen, dass es gesünder und effektiver ist, jeden Morgen Bulletproof-Kaffee zu trinken, existieren bislang nicht. Daher verhält es sich mit Bulletproof-Kaffee, wie bei vielen Ernährungstipps und Diäten: Jeder muss für sich persönlich austesten, ob ein öliger Kaffee zum Frühstück einem gut tut.

    Naturkosmetik mit Kokosöl

    Kokosnussöl wird in vielen tropischen Ländern schon seit Tausenden von Jahren als patentes Haut- und Haarpflegemittel angewandt. Es ist vielleicht kein Zufall, dass die Menschen dort, wo Kokosöl bei der Ernährung und zur Körperpflege verwendet wird, besonders schöne Haut, gepflegte Haare und ein strahlendes Aussehen haben.

    Haar und Hautpflege

    Tropenbewohner und zunehmend auch Fans in unseren Breitengraden schwören auf die im Kokosnöl reichlich enthaltenden Laurinfettsäuren, die besonders trockener Haut und strapazierten Haaren zu mehr Geschmeidigkeit und Feuchtigkeit verhelfen. Die besondere Molekülstruktur lässt Kokosnussöl besonders schnell in die Haut einziehen. Schon kleine Mengen reichen für besonders weiche Haut.

    Für einen optimalen Effekt auf den Haaren, verteilt man eine kleine Menge auf der Kopfhaut und auf den Haaren und lässt die Kur ein paar Minuten einwirken. Je länger die Einwirkzeit, desto besser der Effekt. Anschließend mit ausreichend Shampoo auswaschen.

    DIY Kosmetiks

    Naturkosmetik selbermachen wird immer beliebter. Die Produkte sind natürlich, man kann die Zutaten selbst auswählen und kann sie nach eigenem Wunsch variieren. So zum Beispiel bei Kokosöl-Deo, das relativ einfach und günstig in der Herstellung ist, oder diese DIY-Zahnpasta mit Bio-Kokosöl.

    Zahnpflege und Ölziehen

    Die ayurvedische Medizin schwört schon seit Jahrtausenden darauf, Europa hat es erst seit einigen Jahren entdeckt: den Körper durch Ölziehen zu entgiften.

    Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, kann eine mehrwöchige Ölkur mit Kokosöl durchführen. Das ist nicht sehr aufwendig und soll dem Körper Bakterien und Schadstoffe entziehen.

    Vor allem der Mundraum soll durch das Spülen mit Öl von Bakterien gereinigt werden und dem Körper werden Gifte und schädliche Stoffe entzogen. Wie eine im indischen Chennai durchgeführte Studie belegt, reduziert Ölziehen deutlich das Vorkommen der Bakterien im Mundraum, die Zahnkaries verursachen. Auch Zahnbelag und Entzündungen des Zahnfleisches sollen dadurch vorgebeugt werden, wie eine weitere indische Studie belegt. Beide wissenschaftliche Arbeiten empfehlen, Ölziehen regelmäßig als zusätzliche Mundhygiene anzuwenden.

    Für die Ölkur einen Esslöffel hochwertiges, kaltgepresstes Pflanzenöl, zum Beispiel KULAU Bio-Kokosöl für zehn, am besten zwanzig Minuten im Mund hin und her spülen und durch die Zähne ziehen. Ganz wichtig ist es, dass Öl nach dem Spülen auszuspucken, da man ansonsten die dem Körper entzogenen Gifte und Bakterien wieder hinunterschlucken würde.

    Kokosöl für Tiere in Futter und Fell

    Kokosöl im Essen, ist nicht nur für den Menschen gesund, sondern auch Tiere können davon profitieren. Ins Futter gemischt, sorgt es für Energie und Gesundheit und ins Fell oder Gefieder massiert, für ein gesundes Aussehen des Tieres.

    Kokosöl versorgt Tiere mit zusätzlicher Energie durch gesunde, mittelkettige Fettsäuren. Gerade Besitzer von älteren Tieren berichten von der positiven Wirkung von Kokosöl im Futter.
    Wenn das Haustier trockenes, stumpfes Fell bekommen hat, hilft Kokosöl, um es wieder zum Glänzen zu bringen. Ein Mal täglich ins Fell einmassieren und schon ist es wieder geschmeidig und lässt sich leichter kämmen. Außerdem duftet das Tier anschließend angenehm nach Kokos. Vielleicht ist es dann weniger fatal, wenn der Hund oder die Katze verbotenerweise sein Nickerchen auf dem Kopfkissen gehalten hat. Kokosöl verbessert dazu die Wundheilung zum Beispiel bei Bisswunden oder wunden Stellen. Einfach mehrmals täglich dünn auf die entsprechenden Stellen auftragen.

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