KOKOSNUSSLOBBY

Development board

Die internationale Kokosnusslobby

Es ist nicht untertrieben zu behaupten, dass es weltweit tausende von Wissenschaftlern und Lobbyisten gibt, die sich mit der Kokosnuss beschäftigen. Das liegt daran, dass die Kokosnuss ein Rohstoffwunder ist, aus der man von der Wurzel bis zur Palmenspitze fast alles zu Produkten verarbeiten kann. Außerdem liegt es daran, dass die Kokosnuss ein entwicklungspolitisch wichtiges Produkt ist, da Millionen von Menschen direkt oder indirekt von der Kokosnuss wirtschaftlich abhängig sind.

Deshalb gibt es eine Reihe von Internationalen Organisationen, die sich für die Kokosnussbauern, aber auch für die biologische Vielfalt und das Kulturerbe der Kokosnuss einsetzen. Diese finden sich in der Regel in kokosnussproduzierenden Ländern aber auch in Europa und sogar in China, wo es ja eigentlich gar keine Kokosnüsse gibt. Fast alle Organisationen sind von einzelnen oder auch mehreren Staaten finanziert. Im Folgenden eine kurze Darstellung der wichtigsten:

1. COGENT

COGENT ist eine Partnerschaft zwischen verschiedenen Kokosnuss produzierenden Ländern und Bioversity International, einem internationalen NGO, der sich für die biologische Vielfalt von Pflanzen und Tieren einsetzt (ehemals: International Plant Genetic Resource Institute - IPGRI). Insgesamt sind 38 Länder Mitglied von COGENT, unter anderem übrigens auch China, wo unseres Wissens nach keine Kokosnüsse angebaut werden.

2. Asian and Pacific Coconut Community

Logo Asian Pacific Coconut CommunityDie Asian and Pacific Coconut Community ist eine zwischenstaatliche Organisation aus 15 Ländern des asiatischen Raums, die gemeinsam für die Kokosnuss und die in der Kokosnussindustrie beschäftigten Menschen Stellung beziehen. Die Organisation wird zum Teil von den Vereinten Nationen finanziert und mitgetragen. Aus den 15 Mitgliedsstaaten stammen über 90% der weltweiten Kokosnussproduktion. Der Sitz des Sekretariates ist in Jakarta. Exekutivdirektor ist seit 21. Juli 2006 der Philippine Romulo N. Arancon Jr. Auf der Webseite sind diverse Dokumentationen über Anbaumethoden, Krankheiten von Kokosnussbäumen etc. zu beziehen. Außerdem organisiert die APCC verschiedene Kokosnusskonferenzen.

3. Das indische "Kokosnussministerium"

Logo Das Indian Coconut Development Board (das indische "Kokosnussministerium"), hat seine Zentrale in Kerala im Süden Indiens. Das CDB ist an das indische Landwirtschaftsministerium angeschlossen und setzt sich vor allem für die indischen Kokosnussbauern ein, aber auch für einen modernen Kokosnussanbau in Indien. Das CDB möchte auch auf die Vielfältigkeit der Kokosnuss als Rohstoff aufmerksam machen und auf die bis zu 1000 Produkte, die man aus der Kokosnuss herstellen kann. Das CDB beschäftigt mehrere hundert Mitarbeiter.

Der aktuelle Exekutivdirektor heißt Smt. Minnie Mathew.

Kokosnussminister

4. Südpazifische Kommission der Angewandten Geowissenschaften

Die Pacific Islands Applied Geoscience Commission (SOPAC) ist eine inter-gouvernale südpazifische Organisation, die sich unter anderem für nachhaltige Entwicklung in den südpazifischen Mitgliedsländern einsetzt. Sie SOPAC wird von den Mitgliedsländern, aber auch von der UN und von der Europäischen Kommission mitfinanziert. Die SOPAC recherchiert vor allem über Kokosnussöl als fossiles Substitut in geographisch abgelegenen oder politisch instabilen Ländern.

Weitere Kokosnussverbände und Organisationen

Außerdem gibt es noch folgende weitere nationale und internationale Interessenverbände und Organisationen, die sich für die Kokosnuss oder die Kokosnussforschung einsetzen: