KOKOSNUSSKURIOSITÄTEN

Kokosnuss

Unterhaltsame Kokosnuss-Fakten

  • Das Kokosnusswasser der jungen Kokosnuss wird in Indien als Muttermilchersatz verwendet. Das geleeartige Kokosnussfruchtfleisch der jungen Kokosnuss findet in Brasilien auch als Babynahrung Anwendung. Und auch auf den Philippinen werden Kokosnussprodukte speziell für junge Mütter empfohlen.
     
  • Kokosnusswasser wird z. B. in Indien nach Sonnenbränden auch auf die Haut aufgetragen. Es ist ein kühlendes Geheimrezept nach zu viel Sonne, allerdings ist das Gefühl von 3 Litern kaltem Kokosnusswasser mit Stückchen der Kokosnuss doch etwas gewöhnungsbedürftig. 
     
  • Der ph-Wert von Kokosnusswasser ist dem unseres Blutes sehr ähnlich und ähnlich dem Salzgehalt unserer Zellen. In der schützenden Nuss bleibt Kokosnusswasser auch bei seiner weiten Reise über Ozeane und Kontinente geschützt und steril. In Kriegen und in Notsituationen, z. B. während des zweiten Weltkrieges im Pazifik von 1941 bis 1945, wurde Kokosnusswasser wegen dieser Eigenschaften bei verwundeten Soldaten als Plasmaersatzmittel intravenös angewandt.
     
  • In den USA gibt es einige gesundheitsbewusste Menschen, die jeden Tag einen Esslöffel Kokosöl verzehren. Es gibt sogar Kokosöl in Tablettenform. Wir finden, dass man es auch übertreiben kann und empfehlen stattdessen unsere erprobten Kokosölrezepte.
     
  • Kokosnüsse können 4.500 Kilometer über Monate im salzigen Meerwasser driften ohne ihre Keimfähigkeit zu verlieren.
     
  • Die Kokosnussernte wird auch heute noch manuell erledigt und ein schwindelfreier Mensch muss dafür oft auf die Kokospalme klettern, um die Nüsse zu erreichen. In Südindien/Kerala gibt es deswegen sogar eine eigene Kokosnussklettererlehranstalt. Erfahren Sie mehr über Kokosnusserntetechniken.
     
  • Die Kokosnuss Coco-de-Mer ist eine ganz besonders ästhetische Kokosnuss in Herzform, die es nur auf den Seychellen gibt. Sie wird auch Seychellennuss oder Meereskokosnuss genannt und sie ist das Symbol der Inselrepublik Seychellen.
     
  • Aus Kokosnüssen kann man auch Biodiesel gewinnen. Richard Branson, der Gründer von Virgin mischte Kokosöl von 150.000 Kokosnüssen mit etwas Babassupalmen-Öl und traditionellem Kerosin und ließ eine Boeing 747 damit über den Atlantik fliegen.
     
  • Auf Inseln im Südpazifik gibt es mehr Kokosnüsse als die Bewohner verzehren können. Wegen der oft isolierten Lage und auch wegen politischer Unsicherheit bietet Kokosnussbiodiesel ein wirtschaftliches und ökologisches Substitut für fossile Brennstoffe. Auf den Salomoninseln z. B. gibt es mehrere Kokosnussölraffinerien.
     
  • Angeblich werden jedes Jahr mehr Menschen durch fallende Kokosnüsse getötet als durch Haiangriffe. Laut einer Studie der University of Florida sterben jedes Jahr ungefähr 150 Menschen durch fallende Kokosnüsse - also 15 mal so viel wie durch Haiangriffe.
     
  • Die Kokosnusskrabbe (birgus latro) wird auch Palmendieb genannt und ist in der Lage Kokosnüsse mit ihren Scheren zu öffnen. Die Krabben klettern dafür auch auf die Kokosnusspalmen, entfernen die Schale der Kokosnüsse und schlagen solange auf die Keimlöcher ein, bis die Kokosnuss aufbricht. Schon Charles Darwin soll bereits auf die Existenz der Kokosnusskrabbe hingewiesen haben. Die Kokosnusskrabbe wird bis zu 40 cm lang und ist mit ausgebreiteten Krallen sogar bis zu einem Meter breit.
     
  • Es ist nicht eindeutig bewiesen, ob es Kokosnussperlen, die in Indien und auf Sri Lanka, aber auch in Indonesien hoch angesehen sind, wirklich gibt. Auf Sulawesi (Celebes) gelten sie als göttliches Phänomen, das seit altersher nur den Schatzkammern der Mächtigen vorbehalten ist. Angeblich entstehen sie aus den sogenannten blinden Kokosnüssen. Kokosnüsse besitzen in der festen Schale drei Löcher, die so genannten Augen, von denen zwei immer verschlossen sind. Durch das dritte Loch bahnt sich der Kokosnusskeimling seinen Weg. Wenn ihm dies nicht gelingt, kommt es laut der Kokosnussperlentheorie zu einem als Lithopaedion beschriebenen Vorgang, d. h. der Keimling versteinert. Der pflanzliche Embryo wird in Kalk eingesponnen und verhärtet. Dabei kann er sich zu einem runden, perlenähnlichen Gebilde von Erbsen - bis Haselnuss-Größe entwickeln. Die "Perlen" treten nur in so genannten blinden Kokosnüssen auf, deren drei Augen verschlossen sind. Auf etwa 11.000 Kokosnüsse kommt eine blinde Nuss, aber nicht jede blinde Nuss bildet in der Kokosnussperlentheorie eine Perle.