MCT-Öl für den schnellen Energieschub – Gastbeitrag von Manuela Jakobi

MCT-Öl für den schnellen Energieschub – Gastbeitrag von Manuela Jakobi


Ein Gastbeitrag von Manuela Jakobi, Journalistin und ganzheitliche Ernährungsberaterin 

Schnelle Energie, bessere Kopfleistung und mehr Muckis: Das sind nur einige der positiven Effekte, die MCT-Öl nachgesagt werden. Kulau bietet seit Kurzem neben Kokosöl auch MCT-Öl an. In diesem Beitrag erklären wir, was sich hinter diesem vermeintlichen Wunderöl verbirgt und wie ihr es in eure Ernährung einbaut.

MCT-Öl ist ein Extrakt aus Kokosöl. Schon Kokosöl hat mit einem hohen Anteil mittelkettiger Fettsäuren positive Effekte auf die Gesundheit. Beim MCT-ÖL wird nochmal eine Schüppe draufgelegt: Dieses Öl enthält ausschließlich die besonders wertvollen Fettsäuren Caprylsäure und Caprinsäure. Diese mittelkettigen Fettsäuren – Englisch medium chain triglycerides oder MCT – kann der Körper besonders schnell verstoffwechseln. Sie benötigen keine fettspaltenden Enzyme (Lipasen) und keine Gallensäure, um aufgeschlossen zu werden. So gelangen sie viel schneller in unsere Zellkraftwerke – die Mitochondrien –, als bei der Verstoffwechselung von Glucose. Der Organismus muss weniger arbeiten und kann schneller Energie liefern. Auch das Leistungstief nach dem Essen bleibt aus, da mittelkettige Fettsäuren kaum Einfluss auf den Insulinspiegel haben und der Blutzuckerspiegel nicht schwankt. Dafür steigt die geistige Leistung. Studien haben gezeigt, dass sich selbst bei Alzheimer-Patienten das Gedächtnis verbessert. MCT-Öl ist für alle, die schnell Energie brauchen und mit dem Kopf arbeiten, eine gute Hilfe. Auch Sportler profitieren davon: nicht nur das Gehirn, auch der Muskelaufbau wird unterstützt.

Besonders Profi-Sportler, die sich ketogen ernähren – also extrem wenig Kohlenhydrate zu sich nehmen – schätzen den Effekt des MCT-Öls. Das Öl wird in der Leber vor allem in Ketonkörper umgewandelt. Werden wenig Kohlenhydrate verzehrt, ist der Organismus auf andere Wege angewiesen, um Energie zu produzieren – z.B. aus Ketonkörpern. Diese wandern über den Blutkreislauf in die Mitochondrien und liefern als Ersatz für Glucose den nötigen Antrieb. Gerade in der Umstellungsphase zur ketogenen Ernährung, wenn Energie und Antrieb fehlen, kann MCT-Öl neuen Schwung geben.

Neben Sportlern und Kopfarbeitern profitieren auch Menschen, die abnehmen wollen, vom MCT-ÖL.  Die beiden Fettsäuren Caprylsäure und Caprinsäure weisen eine spezielle Struktur auf, die der Körper nur schlecht in Fett abspeichern kann. Ergo: Dieses Öl macht nicht dick. Wenn man es regelmäßig nimmt, sinken auch das Hungergefühl und der Appetit.

Wie verwende ich MCT-ÖL?

Egal aus welchen Gründen ihr zum MCT-Öl greift, stellt sich die Frage nach der richtigen Verwendung. Während Kokosöl unter 23 Grad eine feste Konsistenz hat, ist MCT-Öl unabhängig von der Umgebungstemperatur flüssig. Auch den typischen Kokosgeschmack findet man nicht. Das Öl ist geschmacksneutral und damit vielfältig einsetzbar. Wer auf Bulletproof-Coffee steht, kann diesen mit MCT-Öl zubereiten: Kaffee, Butter, MCT-ÖL – fertig. Natürlich könnt ihr diesen Power-Kaffee auch mit anderen Ölen zubereiten. Mit MCT-Öl soll er aber besonders schnell wach machen und Energie liefern.

Weniger Experimentierfreudige geben das Öl ins morgendliche Müsli oder einen Smoothie. Da die Vitamine E, D, K und A fettlöslich sind, können sie mit einem Löffel Öl im Smoothie leichter aufgenommen werden. Durch das Öl wird der grüne Saft schön cremig.  Auch in Salatsoßen oder Dressings macht sich das Öl sehr gut. Nur zum Braten solltet ihr MCT-Öl nicht verwenden: Bei großer Hitze können sich mittelkettige Fettsäuren zersetzen und dadurch ihre wertvollen Eigenschaften verlieren.

Was muss ich beachten?

Wer Lust bekommen hat, die positiven Effekte des MCT-Öls zu testen, sollte erstmal vorsichtig starten. Ein halber Teelöffel reicht für den Anfang aus, später ist mehr möglich. Gerade zu Beginn kann eine Überdosierung Magen- und Darm-Probleme auslösen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass das MCT-Öl aus Kokosöl hergestellt wird. So manches MCT-Öl wird aus Palmöl oder Mischungen verschiedener Öle gewonnen. Außerdem: Wer MCT-ÖL nutzt und den Energie-Kick nicht mehr missen möchte, sollte trotzdem auch andere Öle zu sich nehmen. Nur wer abwechslungsreich isst, wird rundum gut mit allen Nährstoffen versorgt. Den speziellen Energiekick in diesem Zusammenspiel liefert das MCT-Öl.

 

 

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