„Kokosblütenzucker zieht seine Qualität aus Harmonie in der Familie“

„Kokosblütenzucker zieht seine Qualität aus Harmonie in der Familie“


Die indonesische Firma Javara versorgt KULAU mit Kokosblütenzucker. Wie er geerntet wird und worauf Javara bei der Herstellung besonders achtet, erzählt Riza Amala, die seit drei Jahren in der Exportabteilung des Unternehmens arbeitet. 

KULAU: Woher stammt der KULAU Bio-Kokosblütenzucker?

Riza Amala: Wir bekommen unsere Produkte von Kleinbauern aus ganz Indonesien. Die Bauern kultivieren ihr Land nach uraltem Wissen und Traditionen. Das fördert den Erhalt der lokalen Biodiversität und ist umweltfreundlich. Die Bauern profitieren von der Zusammenarbeit mit Javara, weil sie so ihren Platz auf dem Markt behaupten können.

KULAU: Was für Traditionen meinen Sie zum Beispiel?

Riza Amala: Die Bräuche variieren von Region zu Region. Nehmen wir die Kokosnuss-Bauern in Zentraljava: Die Tradition sieht vor, dass nur Männern auf die Palmen klettern dürfen, um den Kokosnussnektar herunterzuholen. Aber es sind die Frauen, die aus dem Nektar den Kokosblütenzucker herstellen.

Ein alter Glaube besagt, dass der Zucker nur dann von guter Qualität ist, wenn die Männer und Frauen in der Familie in Harmonie miteinander leben. Sollten sie sich streiten, wird der Zucker nicht gut.

KULAU: Wie wichtig ist Javara Umweltschutz?

Riza Amala: Wir von Javara verfolgen folgendes Motto: Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern wir leihen sie uns von unseren Kindern. Bei jedem Schritt beachten wir daher die Auswirkungen auf die Umwelt.

KULAU: Wie setzt Javara die Umweltfreundlichkeit konkret um?

Riza Amala: Um die Rohstoffe möglichst wenig zu transportieren und so den CO2-Ausstoß gering zu halten, bemühen wir uns die Verarbeitung möglichst vor Ort stattfinden zu lassen. Beim Anbau der Nahrungsmittel gebrauchen wir keine GMO-Samen. Wir glauben, dass die natürlich unveränderten Samen am besten an die Umgebung angepasst sind.

KULAU: Mit wie vielen Kleinbauern arbeitet Javara zusammen, die Kokosblütenzucker herstellen?

Riza Amala: Wir arbeiten ungefähr mit 1.000 Kokosnuss-Bauern in Zentraljava zusammen. Im Durchschnitt hat jede Familie um die 20 Palmen.

KULAU: Mit welchen Produkten handelt Javara ansonsten?

Riza Amala: Die meisten Familien bauen nicht nur ein Produkt an, sondern viele verschiedene. Wir handeln zum Beispiel mit verschiedenen Reissorten. Wir haben auch Gewürze wie verschiedene Pfeffersorten, Ingwer und Nelken – außerdem noch Mehl, Honig, Tee und Bohnen.

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