Kokosblütenzucker-Herstellung

Kokosblütenzucker-Herstellung


Was ist Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker ist ein wunderbares Süßungsmittel mit dezenter Karamell- und Vanillenote. In vielen asiatischen Ländern wird es traditionell seit Jahrhunderten in der Küche verwendet. In Europa ist es nahezu unbekannt, doch erobert langsam auch hier die neugierige Genießerküche.

Wie wird Kokosblütenzucker hergestellt

Kokosblütenzucker wird aus den ca. 1 – 1,70 m langen Blüten der Kokosnuss hergestellt.

Kokosblüte

(Kokosblüten sind größer als man denkt)

Der Prozess ist recht arbeitsintensiv: Die Kokosnusszuckerernteprofis klettern auf die Kokosnusspalmen und schneiden oft in schwindelnder Höhe die Blüten an, so dass einige Liter Kokosnusssaft austreten. Dieser Kokosnusssaft wird dann zu Kokoszuckerblöcken eingekocht, die auch Jaggery genannt werden. Getrocknet wird das Jaggery dann in kleinbäuerlicher Handarbeit zu feinem Zucker gemahlen.

…und was ist das besondere an Kokosnussblütenzucker?

Für das Team von KULAU ist es vor allem der karamellige und sehr dezente Geschmack der wunderbar zu Tee, Kaffee, oder Süßspeisen passt. Kokosblütenzucker zergeht im wahrsten Sinn auf der Zunge. Uns begeistert auch, dass Kokosblütenzucker von Kleinbauernkooperativen z. B. aus Indonesien kommt und dazu beiträgt, dass es den Menschen vor Ort Lohn und Brot gibt.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Zuckern wird Kokosblütenzucker im Moment noch aussschließlich traditionell und von Hand hergestellt. Es gibt aber auch eine Reihe von Kokosblütenzuckerfans, die den Zucker aus gesundheitlichen Gründen bevorzugen. Es gibt verschiedene Studien, vor allem aus den Philippinen, die davon ausgehen, dass Kokosblütenzucker einen niedrigeren glykämischen Index als andere Zucker hat. Der ‚GI‘ liegt laut dieser Studien bei 35, Honig hat 64 und Rohrzucker 65. Leider sind GI-Studien recht umständlich und teuer, so dass es im Moment leider nur wenige Forschungsergebnisse dazu gibt.

Außerdem hat Kokosblütenzucker einen geringen Fruktoseanteil. Fruktose gilt in einigen Studien als Dickmacher.  Der Hauptanteil von Kokosblütenzucker ist Sukrose (70 – 79 %) gefolgt von Glukose und Fruktose (je 3 – 9 %).

Es gibt 5 Kommentare

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  1. 1
    Bianca Scherer

    Hallo! Wie lange ist Kokosbluetenzucker haltbar? Ich habe eine Dose gefunden mit Ablaufdatum 07/2016? Kann man den noch verwenden?
    Liebe Grüße Bianca

  2. 2
    admin

    Sehr geehrtes Seeshaupter Hofladen Team, Vielen Dank für Ihre Mail. Ja, es gibt eine Händlerpreisliste und diese schicke ich Ihnen in einer separaten Mail sehr gerne zu. Viele Grüße aus Berlin, Ihr KULAU Team.

  3. 4
    Shirani Leemann -Gray

    Ich möchte nur erwähnen dass es um „kokosnuss blumensaft“ handelt und nicht wie in Ihrem oben erwähnten bericht steht kokosnusssaft!

    Freundliche grüsse,

    Shirani Leemann

  4. 5
    sugarfan

    Zu der obigen Feststellung möchte ich noch was präzisieren. Menschen welche an einer Fruktosemalabsorbtion leiden, sind darauf angewiesen, dass Lebensmittel keine Frutkose beinhalten.

    Nun die Aussage: „Außerdem hat Kokosblütenzucker einen geringen Fruktoseanteil.“ … „Sukrose (70-79%) gefolgt von Glukose und Fruktose (je 3-9%).“

    Sukrose ist nichts anderes als normaler Haushaltszucker. Dieser besteht aus je 50% Fruktose und Glukose. Dazu kommen dann noch die je 3-9% freien Fruktose. Also direkt zugängliche Fruktose, ohne Verdauungsprozess. Aus dieser Tatsache heraus ist leider der Kokosblütenzucker für Menschen mit Fruktosemalabsorbtion nicht geeignet.

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