Jod in Nori-Snacks & Algengeschichten aus Korea

Jod in Nori-Snacks & Algengeschichten aus Korea


Wir haben hier im KULAU Blog bereits einige Male über Jod und Algen gesprochen. Da es aber immer wieder ein heiß diskutiertes Thema ist, wollte ich es doch gerne noch einmal aufgreifen. Auch wenn wir im KULAU Team fast alle große Algenfans sind, empfehlen wir sie wegen ihres Jodreichtums nur in Maßen zu genießen. <!–more–> Laut den Jod-Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte man durchschnittlich 200 µg (= 0,2 mg) Jod pro Tag essen. Die Schweizer Ernährungsexperten und die World Health Organization (WHO) empfehlen sogar nur 150 µg (= 0,15 mg) Jod pro Tag. Das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) empfiehlt eine maximale tägliche Aufnahmemenge von 500 µg (= 0,5 mg).

Grundsätzlich gilt: Einige Algen enthalten mehr Jod als andere. Norialgen, die gerne als getrocknete Blätter für Sushi verwendet werden oder die auch in unseren hauchdünnen Nori-Snacks verarbeitet sind, enthalten z. B. weniger Jod als Kombu oder Dulse. Einige Sorten Kombu sind in Deutschland wegen des hohen Jodgehaltes sogar nicht als Lebensmittel zugelassen, obwohl gerade die Kombu-Alge in Japan oder Korea in der Küche besonders geschätzt wird.

Der Jodgehalt von Algen wird in Japan und in Korea anscheinend viel weniger kontrovers diskutiert als hier. Im letzten Herbst war ich zu Besuch bei unseren Partnern in Korea und wir waren einige Male gemeinsam essen. Die Koreaner wissen natürlich, dass ich eine große Algenliebhaberin bin, deswegen ist mein Eindruck vielleicht nicht 100 % repräsentativ, aber trotzdem war ich erstaunt wie viele Algen in Korea verzehrt werden.

Hier zum Beispiel ein laut meiner koreanischen Freunde typisches, koreanisches Mittagessen. Ich habe gezählt und in 12 der 15 Schälchen auf dem Tisch waren Algen in irgendeiner Form verarbeitet. Außerdem gab es als Vorspeise noch eine koreanische Suppe mit Nori-Algen.

Viele Schalen mit koreanischem Essen

Wir leben aber in Europa und wenn man mal von einzelnen Landstrichen wie z. B. der Bretagne in Frankreich oder Galicien in Spanien absieht, so gibt es hier keine ausgeprägte Algenkultur in der Küche. Höchstens der Verzehr von Sushialgen und Wakame-Algensalat hat durch den Siegeszug der asiatischen Küche in den letzten Jahren auch in unseren Breitengraden deutlich an Beliebtheit gewonnen. Kein Mensch weiß genau, ob Europäer Algen genauso gut vertragen wie Asiaten. Wissenschaftler streiten sich insbesondere darüber, ob die Asiaten Jod anders verstoffwechseln als Nordeuropäer. Vielleicht auch wegen dieser Unsicherheit sind die Ernährungsexperten hierzulande verständlicherweise konservativer und empfehlen lieber geringere Mengen Jod. Auch wir bleiben bei der Empfehlung, es mit dem Verzehr von Algen nicht zu übertreiben.

Nori-Snacks enthalten weniger Jod als erwartet

Wir haben unsere Nori-Snacks auch auf Jod überprüfen lassen. Den Labortest kann man hier herunterladen: KULAU Nori-Snack-Jod-Mikrobiologie Labortest. In den Nori-Snacks Sea Salt ist im Vergleich zu anderen Algen relativ wenig Jod enthalten, sodass man diese auch als kritischer Europäer und Konsument genießen kann. Laut der Analyse des Labors Wessling enthalten 100 Gramm Nori-Snacks 1 mg Jod. Eine Packung enthält nur 4 Gramm, weil die Nori-Snacks hauchdünn sind und deswegen auch nicht so viel wiegen. Das heißt, eine Packung enthält nur 0,04 mg Jod.  Wenn man nach den oben zitierten Empfehlungen der DGE lebt, dann kann man seine empfohlene Jodmenge von 0,15 mg mit täglich 3,75 Packungen Nori-Snacks zu sich nehmen. Die vom BFR empfohlene Höchstmenge von 0,5 mg an Jodzufuhr erreicht man mit 12,5 Packungen. Diese tägliche Höchstmenge habe noch nicht mal ich geschafft, auch wenn ich unsere Nori-Snacks sehr liebe.

Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann der Jodwert natürlich schwanken. Trotzdem enthalten Nori-Snacks deutlich weniger Jod als viele andere Algenprodukte.
Also greift zu! Sie schmecken köstlich. :-)
Josefine im Herbst 2018

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