Kokoswasser im Tetra Pak – Gründe

Kokoswasser im Tetra Pak – Gründe


Tetra Pak versus Glas
Immer wieder werden wir gefragt, wie umweltfreundlich die Tetra-Verpackung des KULAU Kokoswassers ist und warum wir unser Kokoswasser nicht alternativ in der vermeintlich umweltfreundlicheren Glasflasche abfüllen. Unter Experten wird immer wieder gestritten, welche Umweltbilanz der einzelnen Verpackungsoptionen besser ist. Informationen über eine Studie des Umweltbundesamtes findet man z. B. auf den Seiten vom Naturschutzbund NABU. In dieser Studie kann Tetra mit der Mehrwegverpackung aus Glas ökologisch durchaus mithalten, z. B. weil die Verpackung leicht ist und nicht wie wiederverwendetes Glas aufwendig gereinigt werden muss.

Argumente für Kokoswasser im Tetra Pak

Bei der Abfüllung von Kokoswasser gibt es ein paar wichtige Gründe, die für Tetra Pak sprechen.

Hier die drei wichtigsten Argumente:

  • Das empfindliche Kokoswasser muss bei Tetra nur wenige Sekunden bei 104 °C erhitzt werden. Kokoswasser, das in der Glasflasche abgefüllt wird, müsste traditionell bei hohen Temperaturen ca. 15 Minuten pasteurisiert werden. Auch auf Ascorbinsäure könnte man dann nur schwer verzichten. Es gibt im Moment noch keine geeigneten Anbieter, die eine aseptische Flaschenabfüllung anbieten.
  • Wir verschicken unser Kokoswasser nicht nur regional, sondern auch durch ganz Deutschland und sogar europaweit. Gerade bei längeren Strecken punktet die CO2-Bilanz der Tetra-Verpackung durch das deutlich geringere Gewicht.
  • Tetra ist ein schwedisches Unternehmen mit traditionell hohen Umweltstandards und einer hohen sozialen Verantwortung. Auf Probleme wird in der Regel schnell reagiert. So ist das Unternehmen z. B. nach dem Skandal um die eingesetzte bedenkliche Druckfarbenchemikalie ITX 2006 schnell auf andere Farben umgestiegen. Es wird bei Tetra auch ständig an der Weiterentwicklung von innovativen umweltfreundlichen Farben und Kunststoffen geforscht. Sicherlich ist die Verpackung heute noch nicht perfekt, aber hoffentlich irgendwann einmal.

Komponenten einer Tetra Pak-Verpackung

Tetra Pak

Tetra Pak Verpackungskomponenten – Quelle Bild: Wikipedia

Auf der obigen Illustration sieht man, aus welchen Komponenten eine Tetra-Verpackung aufgebaut ist. Mit dem Kokoswasser kommt nur Polyethylen (PE) in Verbindung. Für die Herstellung von PE sind keine Weichmacher nötig. Außerdem gibt es eine dünne Schicht Aluminum,  mit der das Kokoswasser aber nicht in Verbindung kommt. Sie dient als Barriereschicht. Der Hauptbestandteil (ca. 75 %) einer Tetra-Verpackung ist Papier bzw. Zellstofffaser. Der Schraubverschluss besteht aus Polyethylenterephtalat (PET), laut Hersteller ebenfalls ohne Weichmacher.

Recyclen einer Tetra Pak-Verpackung

Es gibt verschiedene Verfahren, um Getränkekartonagen in ihre Bestandteile zu zerlegen. In Deutschland kommt vor allem das Waschverfahren zum Einsatz, bei der vor allem das  Papier getrennt werden kann. Die PET-Deckel können auch recycelt werden. Ein Kritikpunkt ist allerdings immer wieder die niedrige Recyclingquote von Verbundverpackungen wie Tetra Paks. Laut Berechnungen der Umwelthilfe aus dem Jahr 2010 werden nur 35 % aller Verbundverpackungen recycled. Sicherlich gibt es hier noch Optimierungspotential und in anderen Ländern wird durch innovative Technologie anscheinend eine höhere Quote erreicht, vor allem bei der Wiederverwertung von Nicht-Papier-Anteilen der Getränkekartons. In Brasilien wird aktuell die sogenannte Plasmatrennung weiter entwickelt und in Spanien die Niedrigtemperatur-Pyrolyse. Beide Verfahren sind noch in der Erprobungsphase, aber die Hoffnung für eine sauberere Zukunft geben wir nicht auf.

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