Wie Algen das Immunsystem stärken

Wie Algen das Immunsystem stärken


Warum sollten wir eigentlich Algen essen? Weil sie im Vergleich zu anderen Lebensmitteln eine der
größten Bandbreiten an Mineralien bereithalten, darunter sämtliche im Meer vorkommende Mineralstoffe – und, nicht überraschend, viele Mineralien, die auch im menschlichen Blut enthalten sind.

Ebenso bieten sie eine Vielzahl von einzigartigen pflanzlichen Nährstoffen. Um eine antioxidative Wirkung zu entfalten, sind Algen, im Gegensatz zu anderen Gemüsesorten,
nicht von Carotenoiden oder Flavonioden abhängig, weil sie außer diesen beiden wichtigen antioxidativen Stoffen noch über mehrere andere Typen verfügen, zum Beispiel über Alkaloide. Algen sind außerdem eine exzellente Quelle für Jod, Vitamin C, Mangan und Vitamin B2. Sie sind auch eine sehr gute Quelle für Vitamin A und stellen uns Proteine, Vitamin B5, Kalium, Eisen, Zink, Vitamin B6, Vitamin B3, Phosphor und Vitamin B1 bereit.

Algen gegen Krebs?

Es ist noch nicht vollständig entschlüsselt, aber in der Wissenschaft wächst das Interesse an der krebshemmenden Wirkung von Seealgen. Das Interesse der Forschung konzentriert sich vor allem auf Darmkrebs, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Verlust von Kalzium-bindenden Rezeptoren (CaSR) in den Darmkrebszellen und die Fähigkeit von Algenextrakten die Aktivität dieser Rezeptoren zu erhöhen. Doch da chronische Entzündungen und chronischer oxidativer Stress Risikofaktoren für Krebserkrankungen sind, wäre es nur folgerichtig, wenn sich Wissenschaftler für Algen interessierten, sind Algen doch nicht nur in Bezug auf Darmkrebs als krebshemmend bekannt. Ihr hohes Maß an entzündungshemmenden und antioxidativen Verbindungen ist wissenschaftlich gut erforscht.

Diese Kombination resultiert häufig in einer Verminderung des Risikos auf Darmkrebs und anderer Krebsformen. Obwohl hier noch viel Forschungsbedarf besteht, erwarten wir, dass die krebshemmende Wirkung von Algen in Zukunft noch weiter bekannt gemacht wird.

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Weitere Vorteile: Breites Spektrum von Mineralstoffen

Seealgen werden zu Recht aufgrund ihres hohen Vorkommens von Mineralien hervorgehoben. In ihnen findet man nachweisbare Mengen an Kalzium, Jod, Magnesium, Mangan, Molybdän, Phosphor, Kalium, Selen, Vanadium und Zink. In einigen Fällen (u. a. bei Jod) ist es schlicht nicht möglich, eine höhere Konzentration in einer anderen Nahrungsquelle zu finden. Braunalgen wie Kombu/Kelb, Wakame und Arame können besonders konzentrierte Jodquellen sein. Unter manchen gesundheitlichen Bedingungen – wie z. B. Hypothyreose, die auf eine Unterfunktion der Schilddrüse zurückgeht – kann eine erhöhte Einnahme von Jod wichtige gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.​

Das Vorkommen von Vanadium in Algen ist besonders interessant. Ist sich die Wissenschaft auch noch uneins, so können Meeresalgen uns doch helfen, die Empfindlichkeit unserer Zellen gegenüber Insulin zu erhöhen.

So soll einer Überproduktion von Glukose vorgebeugt werden. Stattdessen kann bestehender Blutzucker in Stärke umgewandelt werden, die anschließend abgelagert werden kann. All diese Faktoren würden unsere Kontrolle von Blutzucker verbessern und das Risiko auf Typ 2 Diabetes vermindern.

Algen scheinen eine bessere Quelle von pflanzlichem Eisen zu sein, als ursprünglich angenommen. Ein Esslöffel getrockneter Algen enthält zwischen ½ Milligramm und 35 Milligramm Eisen. Am unteren Ende dieser Spanne ist das Eisenvorkommen nicht wirklich erwähnenswert. Aber am oberen Ende ist die Menge an Eisen außergewöhnlich. Das Eisen, das in Algen vorkommt, wird zusätzlich von einer nennenswerten Menge an Vitamin C begleitet.

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Antioxidatives Potential

Auch das Vorkommen von antioxidativen Wirkstoffen verdient eine Erwähnung, wenn wir über die gesundheitlichen Vorteile von Algen sprechen. Während Algen nennenswerte Mengen an Polyphenolen, wie Carotenoiden und Flavonioden besitzen, verfügen sie auch über andere pflanzliche Nährstoffe, die eine antioxidative Wirkung haben, darunter mehrere Sorten von Alkaloiden, die bekannt für ihre antioxidativen Fähigkeiten sind.

Da diese Nährstoffe noch mit nachweisbaren Mengen von antioxidativen Vitaminen (wie Vitamin C und E) und antioxodativen Mineralien (wie Mangan und Zink) verbunden sind, können uns Algen helfen, unser Risiko von ungewolltem oxidativem Stress zu vermindern und vielen Herz-Kreislauf Problemen vorzubeugen, die mit einer zu geringen Einnahme von antioxidativen Nährstoffen zusammenhängen.