Kokosöl gegen das Vergessen

Kokosöl gegen das Vergessen


Wer täglich Kokosöl in sein Essen mischt, kann möglicherweise Symptome von Alzheimer vorbeugen oder lindern. Welche gesunden Auswirkungen eine Ernährung mit Kokosöl hat, ist schon länger bekannt, dass Kokosöl gegen Demenz teilweise besser helfen kann, als herkömmliche Mittel, ist eine neue Erkenntnis, an der noch geforscht wird.

Vor einigen Jahren brachte die US-amerikanische Ärztin Mary Newport erstmals Kokosöl in Verbindung mit der Krankheit Alzheimer, an der weltweit rund 30 Millionen Menschen leiden. Newports Ehemann Steve zeigte schon in seinen Fünfzigern Anzeichen von Demenz und die herkömmliche Behandlung besserte seinen Zustand nicht.

Newport forschte über mögliche Ursachen und Heilmittel und brachte in Erfahrung, dass Alzheimer eine Art Diabetes des Gehirns ist. Dem Gehirn fehlt es an Kraftstoff und es sind nur ganz bestimmte Fette, die vom Gehirn als Energielieferant genutzt werden können. Speziell Kokosöl enthält Fettsäuren, die sich besonders schnell in sogenannte Ketone und somit in Kraftstoff für das Gehirn umwandeln.

Newport gab Steve zuerst drei Teelöffel Kokosöl am Tag und steigerte die Ration immer weiter bis sie bei drei Esslöffeln anlangte. Sie mischte das Kokosöl einfach unter sein Essen. Steves Zustand verbesserte sich so deutlich, dass  er sich nach kurzer Zeit wieder an das aktuelle Datum erinnern konnte.

Die Geschichte der Newports ist zunächst nur ein erfreulicher Einzelfall, allerdings hat eine kürzlich erschienene Studie der Universität Oxford bestätigt, dass die in Kokosöl enthaltenen Ketone, zumindest vorläufig, Alzheimer verbessern oder aufhalten können. Die Wirkung sei nicht von langfristiger Dauer,  auch Steve geht es offenbar mittlerweile wieder schlechter. In den USA wird aktuell zu dem Thema weiter geforscht. Kokosöl im Essen kann also den Alltag der Erkrankten und Angehörigen erleichtern – und sei es auch nur für eine Weile.