Gesättige Fettsäuren sind gesünder als gedacht

Gesättige Fettsäuren sind gesünder als gedacht


Jahrzehntelang verbreitete die Forschung das Wissen, gesättigte Fettsäuren seien schädlich für die Gesundheit. Viele Menschen meiden daher in ihrem Ernährungsplan Butter oder Kokosöl, die zum großen Teil aus gesättigten Fettsäuren bestehen. Ungesättigte Fettsäuren, die laut der Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte gesünder sein sollen, sind hingegen in Margarine und Sonnenblumenöl enthalten und sind sehr beliebt. Seit einigen Jahren ist dieser Wissensstand mehr und mehr ins Wanken geraten.

Gesättigte Fettsäuren standen aufgrund einiger Studien häufig im Zusammenhang mit einem erhöhten Cholesterinspiegel und Herzinfarkten. Gesättigte Fettsäuren erhöhen in der Tat den Cholesterinspiegel, allerdings nicht nur das LDL-Cholesterin, das als ungesund gilt, sondern ebenso das HDL-Cholesterin, das gesundheitsfördernd ist. Dadurch verbessert sich der Cholesterinquotient, was vor Herzproblemen schützen kann.

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Nur drei der gesättigten Fettsäuren beeinflussen den Cholesterinspiegel überhaupt, alle anderen haben keinerlei Auswirkungen darauf. Laurinsäure und Myristinsäure erhöhen das HDL-Cholesterin und nur Palmitinsäure erhöht das LDL-Cholesterin minimal mehr. Allerdings nimmt man nie allein Palmitinsäure zu sich, sodass durch die anderen Fettsäuren wieder ein Ausgleich entsteht, was den Cholesterinquotienten angeht.

Eine Studie von der US-amerikanischen Ohio State University belegt, dass gesättigte Fettsäuren die Blutfettwerte (Triglyceride) sogar senken können. Hohe Blutfettwerte und ein schlechter Cholesterinquotient bergen ein hohes gesundheitliches Risiko und treten häufig bei übergewichtigen Menschen auf.

Eine kohlenhydratreiche Ernährung wirkt sich stark auf die Bluttfettwerte aus, da sich überschüssige Kohlenhydrate umgehend in Triglyceride umwandeln. Eine an gesättigten Fettsäuren reiche Ernährung kann sogar dazu führen, dass sich diese Werte senken.

Dr. Frances Sladek, Professorin für Zellbiologie und Neurowissenschaften an der University of California untersuchte in einer aktuellen Studie von März 2015 die unterschiedlichen gesundheitlichen Auswirkungen von Sojaöl und Kokosöl. Sojaöl besteht zu einem großen Teil (etwa 60 Prozent) aus Omega-6-Fettsäuren, Kokosöl hingegen zu fast 90 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Die Tests ergaben, dass eine Ernährung reich an Omega-6-Fettsäuren zu Fettleibigkeit und Diabetes führen kann. Eine kokosölhaltige Ernährung führte zu einem ausgewogenen Körpergewicht und äußerst selten zu Diabetes.

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